Verlag: J.G. Seume Blog

Eine Wanderung vom Rhein nach Königsberg (heute: Kaliningrad)

Ich bin seit Jahren ein Seume-Leser, in der letzten Zeit haben es mir seine Briefe angetan. Kurz vor meinem Urlaub in den polnischen Masuren las ich eine Rezension von Christian Heidrichs Wanderbeschreibung „Wo bitte geht’s nach Königsberg? Eine Wanderung von West nach Ost“ (Eos-Verlag 2017), in der auch davon die Rede war, dass sich der Autor mit Kant und Seume im Rucksack und einigen Gedichtblättern noch dazu auf den Weg gemacht hat (etwa 1300 Fußkilometer).

Eine Wanderbeschreibung „Wo bitte geht’s nach Königsberg von Christian Heidrichs erschienen im Eos-Verlag 2017

Ich war „elektrisiert“, habe mir das Buch besorgt – und tatsächlich es ist eine in jeder Hinsicht empfehlenswerte Lektüre. Christian Heidrich ist sozusagen mit den Kantschen Maximen und mit Seumes Wander-Ethos (also: Gelassenheit! Genauer Blick! Ausdauer! Sympathie für die Menschen!) unterwegs. Er beschreibt in gut 60 relativ kurzen Kapiteln die Wege in Deutschland, in Polen und schließlich in der russischen Exklave (so heißt das nämlich, wie ich es bei ihm gelernt habe) Kaliningrad. Sein Sehnsuchtsziel ist die Geburts- und Schicksals-Stadt des großen Immanuel Kant. Und nach etwa drei Monaten steht er am Kantdenkmal und ist heiter und glücklich. Unterwegs ist er vielen Menschen begegnet, über viele historische und kulturelle Stätten hat er sich bestens informiert.

Ein wirklich gutes Buch im Geist von Seume, das mich im Urlaub erfreut und angenehm belehrt hat. Große Empfehlung! Klaus (Allgäu)

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  1. Yannick

    Ja, ein schönes Buch, gerade weil der Wanderer in beiden Kulturen daheim ist, im Westen wie Osten.
    Große Findungsgabe zudem – in den unscheinbarsten Orten findet Chr. Heidrich interessanten Menschen und storys. Yannick Teubner

  2. Elisabeth

    Am Denkmal von Immanuel Kant zu stehen – ein großartiges, originelles Ziel!
    Der Bericht ist zudem sorgfältig und „mit Herz“ verfasst! Der Autor wandert – und hat Respekt vor den Menschen, denen er begegnet, Respekt auch vor den Lesern.
    Sehr gut!

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