Verlag: J.G. Seume Blog

Angelika Superstar – Stoff für eine Soap-Opera


Ein Mädchen aus eher einfachen Verhältnissen zieht mit seinem Vater, einem Wandermaler, durch die Schweiz und Oberitalien, wird früh als Wunderkind gehandelt, entscheidet sich gegen eine Gesangskarriere, wird freischaffende Malerin und setzt dies gegen den Wunsch des Vaters durch; es folgen vielfältige Ausbildungen, Erfolge in verschiedenen italienischen Städten, Gerüchte über viele Flirts und Verlobung; sie wechselt nach London, baut sich ein Netzwerk aus wichtigen Persönlichkeiten auf, Ehe mit einem Heiratsschwindler, Erpressung, Scheidung, macht eine steile Karriere und wird zum gefeierten Star, nach 15 Jahren in London Heirat mit einem deutlich älterem Maler, der ihr den Rücken freihält, Umzug nach Rom mit weiter anhaltendem Erfolg und einem weithin gefeierten, intellektuellen Salon, Verbindungen zur gesellschaftlichen und geistigen Elite, Millionärin, bejubelt als „vielleicht die kultivierteste Erscheinung Europas“1, bewundert als „unglaubliches, (…) wirklich ungeheures Talent“2, und von Reynolds als „Miss Angel“3.

Eine moderne Geschichte? Nein, diese Angelika Kauffmann lebte von 1741-1807 – und überwandt geografische, kulturelle und sprachliche Grenzen!

Mein erster Kontakt mit dem Werk von Angelika Kauffmann, kam über Goethe. Das bekannteste Goethe-Gemälde ist wohl das vom Goethe-Tischbein „Goethe in der Campagna“ (1787).

Goethe in der Campagna

Johann Heinrich Wilhelm Tischbein – Goethe in der Campagna, Rom 1787

Goethe war begeistert von diesem mit vielfältigen Bezügen aufgeladenen Bild. Mir war es immer zu inszeniert: Zu wenig der junge Goethe, zu viel der „Dichterfürst“. Es entsprach aber wohl dem, wie er gerne gesehen wurde.

Goethe PotraitWie anders das Porträt von Angelika Kauffmann: Keine Überhöhung, eher das „realistische“ Bild eines Mannes, dessen wache, „empfindsame“, attraktive, menschliche Seite gezeigt wird, das die starke Anziehung des „Menschen Goethe“ gerade in jungen Jahren auf Frauen und Männer verständlich macht. Goethe gefiel es nicht: „ Es ist immer ein hübscher Bursche, doch keine Spur von mir.“

Wer war sie, diese Angelika Kauffmann?
Die Vertreterin des sog. empfindsamen Stils war eine erfolgreiche Geschäftsfrau, die sich willentlich dem Risiko einer freien Künstler-Existenz aussetzte, sich nicht in die klassische Rolle fügte, eine menschlich angenehme Netzwerkerin war, die energisch zu kämpfen und ihre Interessen zu verteidigen wusste. Eine Grenzgängerin par excellence.
Ihr grandioser Erfolg und die Bewunderung provozierte Klatsch, Unterstellungen, Abwertungen, besonders da sie nun mal eine Frau ist. Da ihr guter Ruf lebensnotwendig war, musste sie sich klug verhalten, zwischen Anpassung und Kampf.

So wurde ihr bei ihrer Ankunft sogleich eine Affäre mit Englands damals berühmtesten Maler Joshua Reynolds nachgesagt. Der Maler Nathaniel Hone reichte zur Jahresausstellung der königlichen Akademie ein Bild ein, dass Reynolds und eine Frau, die nichts außer schwarzen Strümpfen trägt – Angelika Kauffmann. Sie aber kämpft dagegen und gewinnt!

Royal-Academie

Den Zeitgeist beschreibt das Gemälde „Die Mittglieder der Royal Academy in London“ (1772): Angelika Kauffmann war Gründungsmitglied und – neben Mary Moser – die einzige Frau unter den 36 Mitgliedern der Royal Academy. Trotzdem durften weder sie noch Moser als Personen in diesem Bild erscheinen, da zwei männliche Aktmodelle dargestellt waren. Da Frauen männliche Aktmodelle nicht sehen durften, wurden die beiden als Bildnisse hineingemalt. Gleichzeitig wurde ihr aber vorgeworfen, sie sei „in der Anatomie des Nackten ungewiß“ – schwierig zu erfüllen, wenn man nicht hingucken darf!

Neben der Grenzgängerin, der Kosmopolitin, der weltläufigen Künstlerin gab es noch eine weitere Facette, die den Mythos „Angelika“ ausmachte, der „sweet daugher oft the mountains“4.

Der Ort Schwarzenberg, damals ein kleines Dorf im Bregenzerwald, war der Geburtsort des Vaters. Er wurde für Kauffmann zur „Seelenheimat“ und sie hat sich mehrmals und unterschiedlich alt in der dortigen Tracht gemalt. Viele ihrer Bekannten und Bewunderer schwärmten von ihrer ländlichen Herkunft und damit unterstellten verbunden „natürlichen Arglosigkeit“. Eine Freundin berichtet, Kauffmann habe den Wunsch geäußert, dass sie „dort gern ihr Leben zu beschließen (würde)…, denn die Menschen leben da unschuldig, wie die Kinder.“ Diese Verbundenheit wirkt umso überraschender, als sie nur dreimal in ihrem ganzen Leben dort war und jeweils nur zu kurzen Besuchen. Trotzdem hat sie brieflich und finanziell Kontakt mit Verwandten gehalten, ihnen einen Großteil des Erbes vermacht sowie eine Stiftung in Schwarzenberg gegründet.

Nun passt diese idyllisch-ländlich inszenierte angebliche Herkunft und die scheinbar „natürlich ländliche Einfalt“ und Arglosigkeit, die man der „sweet daugher of the mountains“ zugeschrieben hat, hervorragend in die zeitgenössische Haltung der „Empfindsamkeit“ und hat sicher auch zum Erfolg des Mythos „Angelika Kaufmann“ beigetragen. Auf der anderen Seite fällt auf, dass dieses Bild in krassem Gegensatz zu ihrem tatsächlichen von Konkurrenz, klugem Taktieren und Ehrgeiz geprägten Leben in internationalen Großstädten steht. Neben dem damaligen Zeitgeist („zurück zur Natur“), den Projektionen ihrer Zeitgenossen und der eigenen bewussten Arbeit an ihrem Image, handelt es sich hier vielleicht auch um eigene unbewusste, rückwärtsgewandte Idealisierungen in einem globalisierten Leben? Der Versuch, sich tief zugehörig zu fühlen? Ziemlich modern: das Zurück zum scheinbar „authentischen“ Leben, die Sehnsucht nach Wurzeln…

Ein paar Tage in und um Schwarzenberg lohnen sich auch für uns heute aus mehreren Gründen:

  • In der Pfarrkirche Schwarzenberg existieren noch die Apostelfresken, die die Malerin mit 16 Jahren gestaltete und das später entstandene, der Kirche gewidmete Hochaltarbild. Eine noch zu Lebzeiten geschaffene Büste erinnert an sie.
  • Das Angelika-Kauffmann-Museum zeigt wechselnde Ausstellungen zu unterschiedlichen Themen. (→ angelika-kauffmann.com)
  • Ein musikalisches High-Light ist die Schubertiade Schwarzenberg Hohenems, die (fast) alljährlich stattfindet und Musik auf international hohem Niveau präsentiert. (→ schubertiade.at)
  • In Egg, nur ein paar Kilometer entfernt, unbedingt probieren – das Sonntagsgasthaus: (→ adler-grossdorf.at)
  • Und nicht zuletzt: Die Landschaft, die Architektur, besonders die Mischung aus Tradition, Handwerkskunst und Moderne – am besten erwandern!

Angelika Kauffmann traf mit ihrer Malerei den Geschmack der Menschen zwischen Rokoko und Klassizismus. Manches wirkt auf uns wie das „hameau de la reine“ von Marie Antoinette, aber es lohnt sich, genau hinzuschauen. Berühmt wurde sie als Porträtmalerin und die besten ihrer Porträts (z. B. Goethe, Winckelmann, Garrick) zeigen häufig die Menschen hinter ihrem Ruhm, eher psychologisch, als heroisch. In ihren Selbstporträts kann man verfolgen, wie eine Frau sich zunehmend ihrer Rolle als Künstlerin, als Malerin bewusst wird. Und sie überspringt eine weitere Grenze und beschäftigt sich mit der Historienmalerei, die als „Königsdisziplin“ gilt, nach dem Zeitgeist nicht unbedingt für Frauen geeignet. Ihre Inhalte sind für uns häufig nicht mehr geläufig, scheinen uns manchmal langweilig. Ein Vergleich der Umsetzung dieser Themen bei verschiedenen Malern, zeigt aber teilweise interessante Unterschiede zwischen den oft heroischeren Helden und Kauffmanns Sicht der Geschichte.

Neugierig geworden? Wenn Sie die Bilder dieser ungewöhnlichen Frau sehen möchten, dann müssen Sie auch die ein oder andere Grenze überwinden – allerdings nur Ländergrenzen. Bilder von Angelika Kauffmann finden Sie u. a. hier:

Viele spannende und anregende Momente auf den Spuren einer faszinierenden Frau und Grenzgängerin!

 

1. Herder, Johann Gottfried

2. Goethe, Johann Wolfgang, allerdings mit der Einschränkung „unglaubliches, für ein Weib Wirklich ungeheures Talent“. Der Status des Genies – damals sehr en vogue – wurde nur Männern zugestanden.

3. Reynolds, Joshua

4. Keate, George

Zu Besuch bei Guy Maupassant

© C. Spurk (2)

1648A: Wer diesen Code eintippt, betritt einen verzauberten Ort: Ein Gitter öffnet sich, gibt den Weg auf eine kleine Straße frei. Am Ende des Sträßchens liegt ein romantisch verwilderter Garten, dahinter die ‚Bastide du Bosquet‘ – ein französischer Gutshof aus dem 18. Jahrhundert. Seit 1993 ist er ein Hotel in Antibes mit vier Chambres d‘ Hôtes, voller alter Möbel, Gemälde und mit dem anheimelnden Holzgeruch eines alten Hauses.

Was die Bastide so bedeutsam macht, ist ein Besuch von Guy de Maupassant im Jahr 1886. Dort blieb der 36jährige, inzwischen erfolgreiche Schriftsteller den Winter über und schrieb: Den Roman „Mont Oriol“ und mehrere Novellen, darunter „Madame Parisse“:

„Ich saß auf der Mole des kleinen Hafens Obernon bei der Ortschaft La Salis, um hinter Antibes die Sonne untergehen zu sehen. Etwas so Wunderbares und Schönes hatte ich noch nie erblickt“. (→ weblitera.com – „Madame Parisse“)

Guy de Maupassant (1850 – 1893)

Ein sozialer Grenzgänger war er, aufgestiegen vom kleinen Beamten bis zum wohlhabenden Autor. So, wie der Unteroffizier Georges Duroy, der Protagonist seines wohl bekanntesten Romans ‚Bel Ami‘. Wer dem Geist der Zeit am Vorabend des ‚Fin de siècle‘ nachspüren will, kann in Maupassants ehemaligen Zimmer übernachten. Es ist das schönste Zimmer des Hauses. Furchtsame Naturen sollten jedoch den Raum darunter nehmen, denn de Maupassant spukt von Zeit zu Zeit noch in seinem damaligen Zimmer, auf der Suche nach einem verlegten Manuskript.

 


Ansonsten ließe sich noch über die Bastide anfügen: Gut und ruhig gelegen, sehr liebenswürdige und hilfsbereite Gastgeber, ein wunderbares französisches Frühstück mit exzellentem Baguette vom nahen Boulanger, eine kleine Bibliothek (→ lebosquet06.com).

In drei Minuten Entfernung das sehr empfehlenswerte Restaurant ‚La Brasserie de L‘Ilette‘ und als Geheimtip zum Besichtigen: Nein, nicht das Picasso-Museum, sondern das dem Zeichner der ‚les amoureux‘ gewidmete ‚Musée Peynet et du Dessin humoristique‘: Stilles Schmunzeln und lautes Lachen sind garantiert.

Für Saarländer, Pfälzer und Badenser sei noch hinzugefügt, daß man mit der Tochtergesellschaft der Air France, HOP, in einer Stunde Flugzeit von Straßburg (im Sommer auch von Metz/Nancy) nach Nizza kommt. Also durchaus mal ein verlängertes Wochenende wert. Aber nur mit dem Roman ‚Mont Oriol‘ im Gepäck!

Das Saarland – mehr als Kohle und Stahl

Blick vom Litermont auf das Saarland

Blick vom Litermont auf das Saarland. Hier ungefähr ist der geographische Mittelpunkt des kleinen Bundeslandes. © Volker Hildisch

Goethe – ja. Er war hier – im Sommer 1770 – und es hat ihm gefallen.

„Wir gelangten über Saargemünd nach Saarbrück, und diese kleine Residenz war ein lichter Punkt in einem so felsig waldigen Lande. Die Stadt, klein und hüglig, aber durch den letzten Fürsten wohl ausgeziert, macht sogleich einen angenehmen Eindruck, weil die Häuser alle grauweiß angestrichen sind und die verschiedene Höhe derselben einen mannigfaltigen Anblick gewährt“ (Goethe, J.W. v.: Dichtung und Warheit,…).

Die Saarbrücker sind heute noch so stolz auf diesen Besuch, daß sie eine Gedenktafel am Ludwigsplatz in den Boden eingelassen haben. Und Seume? Der nicht. Seume hat für den Rückweg seines Spaziergangs nach Syrakus den Weg über Straßburg gewählt. Da hat er was verpasst. Wer heute das Saarland besuchen will, dem steht seit kurzem ein neues, handliches und informatives Buch zur Verfügung, auf das wir als saarländisch-sächsischer Verlag gerne aufmerksam machen – auch, wenn es nicht von uns ist. Es beschreibt eine Grenzregion, die einen Besuch wert ist.

Der Autor, Wolfgang Felk, gebürtiger Schwabe, war seit frühester Kindheit immer schon gerne Gast bei den Großeltern in Saarbrücken. Das war Anfang der Fünfzigerjahre, als das Saarland noch sehr französisch geprägt war in Politik, Kultur und Lebensart. Damals schon wuchs bei ihm die Faszination für dieses exotische Ländchen zwischen Deutschland und Frankreich. Das Studium der Germanistik und Anglistik an der Universität des Saarlandes ergab sich daraus fast zwangsläufig, dazu kam der berufliche Einstieg beim Saarländischen Rundfunk, zunächst mit Schwerpunkt Kultur in der Großregion, von der Politik auch gerne „SaarLorLux“ genannt. Später kamen die TV-Formate „Reisewege“, „Weit-weit-weg“, „Bilderbuch Deutschland“, „Fahr mal hin“ und „Schätze des Landes“ dazu, die den Autor durch ganz Europa führten. Seit 2013 im Ruhestand, betreut und aktualisiert er weiter seine beiden Reiseführer „Marco-Polo-Luxemburg“ sowie das hier beschriebene Buch „Dumont-direkt Saarland“ und engagiert sich bei diversen Kulturprojekten in der Großregion.

Das Saarland beschreibt er in seinem Buch so:

Was fällt Ihnen spontan zum Saarland ein? Nichts? Nicht viel?

Macht nichts, da geht es Ihnen wie den meisten, die noch nicht da waren. Lafontaine kennen Sie natürlich (die bekannteste „Hausnummer“ seit
Jahrzehnten, jetzt immer im Schlepptau mit Sahra Wagenknecht). Die Fortgeschrittenen (und heimlichen Kenner) schätzen ebenfalls seit Jahren
den Becker-Heinz, ein Schlaumeier (saarländisch: „Dummschwätzer“) mit „Batschkapp“ und ständiger Wiederholungs-Wiedergänger in den TV-Programmen. Und die ganz Schlauen wissen, dass unsere AKK (Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer) ganz heiß im Rennen sein soll für die K-Nachfolge von AM (Angela Merkel).

Und sonst? Kohle und Stahl, rauchende Schlote – und war das nicht irgendwie auch mal alles französisch? Alles richtig, aber alles ziemlich Schnee von gestern. Ein bisschen Edel-Stahl köchelt noch, die Gruben sind alle dicht. Die Signalfarbe des Saarlandes von heute ist grün (leider nicht politisch, da machen wir derzeit auch in GroKo). Egal aus welcher Himmelsrichtung Sie anreisen: sanft gewellte Hügel ziehen am Auto- oder Zugfenster vorbei, und Wald, viel Wald. Aus dem Flieger sehen Sie glitzernde Flusstäler und Seen, sonnensatte Wiesen, Weinberge, Felder und Weiden mit knorrigen Obstbäumen drauf, die nahtlos über die Grenze nach Frankreich weiterschwingen. Dazwischen immer mal wieder Fördertürme, Kohlehalden, erkaltete Hochöfen, die Landmarken der Vergangenheit. Ein schönes Panorama, klein, kompakt, übersichtlich.

Weltkulturerbe Völklinger Hütte

Das Weltkulturerbe Völklinger Hütte ist eine Kathedrale aus Stahl. © Volker Hildisch

Ich lade Sie gerne ein, mit mir durch das Buch zu flanieren und sich das Saarland genauer anzusehen. Ich zeige Ihnen die grandiose Ludwigskirche in Saarbrücken, die Perle des deutsch-französischen Barock an der Saar. Ich klettere mit Ihnen durch das atemberaubende Weltkulturerbe Völklinger Hütte, das uns die 150-jährige Geschichte der Montanindustrie erzählt. Ich zeige Ihnen den riesigen Steinwall einer ehemaligen Keltenfestung im Hochwald, wo einst womöglich Cäsar mit seinen Truppen ante portas stand. Ich führe Sie zu meinem persönlichen Lieblingsplatz im Lande, zum Wortsegel am Fuße des Schaumbergs. Eine schwungvolle stählerne Skulptur, die den Bogen schlägt von den ersten Mönchen der Abtei Tholey im 7. Jh. bis zu den High-Tech-Stahlkochern von heute in Dillingen und Völklingen.

Das Saarland ist mehr als Industrieland

Das Saarland ist mehr als Industrieland. © Volker Hildisch

Im Saartal schwingen wir uns aufs Rad Richtung Merzig und Mettlach, wo wir uns im Keramikmuseum von Villeroy und Boch über Kaiser Wilhelms
kunstvolle Kloschüssel amüsieren. Klar, dann geht’s (auf dem Baumwipfelpfad) weiter zur Saarschleife. Die muss man einfach gesehen haben. Im Abendrot sitzen wir dann auf der Sonnenterrasse des Europazentrums Schengen in Luxemburg und sinnieren bei einem „Pättchen“ Mosel-Elbling darüber, wie lange es wohl noch offene Grenzen in Europa gibt – und ob uns eventuell Künstliche Intelligenz (Forschungs-Schwerpunkt an der Saar-Uni) dabei helfen kann, die Zukunft (besser) zu gestalten.

Die Gegenwart zumindest gestaltet der Saarländer ganz epikureisch-horazisch-hedonistisch – auf seine Art: „Carpe diem“ heißt auf Saarländisch: „Mir wisse, was gudd is“, das Intensivum davon: „Hauptsach gudd gess“. Deshalb sollten wir jetzt, wo wir schon mal da sind, ruhig auch noch versuchen, spontan bei Christian Bau einen Tisch zu bekommen. Der sitzt auf der anderen Moselseite mitten in den Weinbergen, hat drei Michelin-Sterne und ist Koch des Jahres 2017. Noch Fragen? Nein? Na dann guten Appetit!

Wolfgang Felk, Autor Dumont-direkt Saarland

Saarland-Buch bei Dumont Direkt

Das Saarland-Buch bei Dumont Direkt ist Anfang Januar 2018 erschienen und kostet 11,99 Euro.

„Welch ein Geist, welch ein Herz, welch ein Charakter…“

Johann Gottfried Seume (Hans Veit Schnorr von Carolsfeld, 1798 )

… ist mit diesem seltnen Mann aus der Welt verschwunden!“, schrieb Christoph Martin Wieland nach dem Tod Johann Gottfried Seumes an den Verleger Georg Joachim Göschen.

Es wurde Zeit, daß der Verlag: J.G. Seume das Andenken seines Namensgebers mit einem Buch ehrt und pflegt. Nun hat dankenswerterweise der Germanist, Historiker und Vorsitzende der Johann Gottfried Seume Gesellschaft zu Leipzig e.V., Dr. Otto Werner Förster, eine neue Biographie über den Leipziger Spätaufklärer und Wanderer nach Syrakus geschrieben, das zur Leipziger Buchmesse erscheinen wird.

Wer ihn noch nicht kennt: Seume, 1763 in Poserna geboren, war Schüler der Alten Nikolaischule und Student der Theologie in Leipzig, bevor er als Soldat vom Landgraf Friedrich II. von Hessen-Kassel als Soldat in den Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg vermietet wurde. Nach der Flucht aus dem hessischen, später dem preußischen Militärdienst studiert er in Leipzig Jura, Philosophie, Geschichte und Sprachen. Seine Studien schließt er mit Promotion und Habilitation ab: Dr. habil. Johann Gottfried Seume. Vier Jahre arbeitet er danach als Korrektor des Göschen-Verlags in Grimma, bevor er am 06. Dezember 1801 in Hohnstädt zu seinem berühmten ‚Spaziergang nach Syrakus‘ aufbrach. Nach weiteren Wanderungen – u.a.nach Polen, ins Baltikum, nach Russland – fristet er ein mühseliges Dasein als Autor und Hauslehrer in Leipzig.

Schwer erkrankt, reist er auf Einladung seiner Freunde 1810 zur Kur nach Teplitz, wo er am 13. Juni 1810 verstirbt. Otto Werner Förster beschreibt Seume so: „Lese ich Seume, bin ich immer wieder erstaunt über seine treffende Sicht auf die Zeit. Und dass sich nach mehr als zwei Jahrhunderten so viel scheinbar nicht verändert hat: Der Adel heißt jetzt Politiker, Konzernlenker,Großaktionär. Das Geld und die Werte – nun in einer Demokratie – erwirtschaften noch immer allein die Millionen Menschen »darunter«. Die ewigen Mitmacher, Bücklinge, Schleimer, den Klüngel gibt es noch immer. Seume schreibt, was er denkt, mit einem Bildungshintergrund und -Horizont, der weit mehr ist als »Wissen«: nämlich Durchschauen der Verhältnisse, Weltsicht, Verantwortung. Solche Sicht auf die Dinge schafft nicht nur Freunde. Aber angepasst an die gängige Meinung hat er sich nie. Ein »Selbstdenker« und wichtiger Autor, dem Aufklärungsjahrhundert verpflichtet und nur seinem Gewissen …“

Förster holt Seume wieder in das historische Gedächtnis der Deutschen zurück: Auch für uns Heutige ein Vorbild an Mut und Aufrichtigkeit in politisch schwierigen Zeiten. Er wird sein Buch an folgenden Terminen vorstellen:

  • Donnerstag, den 08.03.18, um 19.00 Uhr im Leipziger Museum für Druckkunst, Nonnenstraße 38, 04229 Leipzig,
  • Donnerstag, den 15.03.18, um 19.30 Uhr in der Weingalerie Leipzig, Dufourstraße 28, 04107 Leipzig sowie
  • Samstag, den 17.03.18, um 13.30 Uhr in der Buchhandlung Hugendubel, Petersstraße 12, 04109 Leipzig.

Buchcover Johann Gottfried Seume

Das Buch „Johann Gottfried Seume“ zum Preis von 19,90 € erscheint zur Leipziger Buchmesse (→ leipziger-buchmesse.de), die vom 15. bis 18. März stattfindet.

Wiener Blut

© https://commons.wikimedia.org/wiki/User:Thomas_Ledl

„Ich darf rühmen dass ich in Wien überall mit einer Bonhomie und Gefälligkeit behandelt worden bin , die man … in Residenzen nicht so gewöhnlich findet.“

Das schreibt der knorrige Syrakus-Wanderer Johann Gottfried Seume nach seinem 14tägigen Aufenthalt in der habsburgischen Residenz.

Auch heute verbindet der Tourist ‚Wien‘ mit ‚Gemütlichkeit‘ und die Stadt tut viel, um ihren Besuchern diesen Eindruck zu vermitteln: Da wird durch die Innenstadt fiakert, was das Pferd aushält, beim Heurigen die tiefe Erkenntnis (“ und wir wer‘n nimmer san…“) melancholisch besungen und am Neujahrsmorgen verkatert beim Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker mit gesummt: ‚Dididiii dididiiii dididi dididi dididi…“ Ja, das ist Wien. Auch. Aber es ist so viel mehr – die Hauptstadt der deutschsprachigen Literatur, ein Eldorado der Bildenden Kunst, Geburtsort der bitterbösen Gesellschaftskritik, Heimat des besten deutschsprachigen Theaters, Wiege der Wiener Klassik und moderner Musik. Je tiefer man bohrt, umso mehr überwältigt das allgemeine kulturelle Reizklima dieser Stadt, besonders aber die Grenzorte, drei von ihnen werden vorgestellt: Verborgen, kurios, beeindruckend.

‚… und wir wern nimmer sain…‘

Falcos Grab auf dem Wiener Zentralfriedhof, Winter 201

„Der Tod, das muss ein Wiener sein“, singt Georg Kreißler. Das lässt sich nirgendwo so gut erleben, wie auf dem Wiener Zentralfriedhof. Drei Millionen Tote drängeln sich in rund 330.000 Gräbern, darunter Beethoven, Brahms, Salieri, Schubert, Schönberg, Curd und Udo Jürgens, Nestroy, Hans Moser, Franz Werfel, beide Straußens – und Falco, dessen Grab noch immer eine ‚Pilgerstätte‘ seiner Fans ist. Und natürlich: Alle österreichischen Bundespräsidenten seit 1945.

Aber Gräberhopping ist nicht grade faszinierend. „Da liegen’s halt“, denkt man. Interessant ist vielmehr die Entwicklung der Begräbniskultur in Wien, allem voran: Die Friedhofskirche. Sie ist – ausgerechnet – im Jugendstil erbaut, das aber in seiner schönsten Form. Individuell trauern kann man dort nicht, der Bau hat die kühle Repräsentativität eines romanischen Kaiserdoms. Deswegen haben sich wohl auch einige Heiligenfiguren eingeschmuggelt, vor denen die Hinterbliebenen Trost suchen. Rührend und skurril zugleich, wie es sich dort hineinmenschelt.

Der Höhepunkt ist zweifellos das Bestattungsmuseum – eines von rund 20 Sepulkralmuseen weltweit. Da wird deutlich, dass Beerdigungen und Grabmale fast ausschließlich weltliche Inszenierungen sind, bei denen der soziale Status des lieben Verstorbenen und seiner Familie für alle Anderen noch einmal definiert wird. ‚A schöne Leich‘ meint nicht das Antlitz des Vonunsgegangenen, sondern den teuren Trauerzug nach spanischem Hofzeremoniell. 250 Objekte stehen dort zum Gruseln bereit – vom Rettungswecker bei befürchtetem Scheintod bis zum Josephinischen Gemeindesarg. Wem das nicht reicht, der kann sich im Souvenirladen eine Zigarettenschachtel mit dem Aufdruck ‚Rauchen schafft Arbeitsplätze – Bestattung Wien‘ kaufen oder an der Langen Nacht des Bestattungsmuseums teilnehmen. (→ bestattungsmuseum.at)

‚Erbbiologisch und sozial minderwertig‘

© https://commons.wikimedia.org/wiki/User:Anna_reg

Ein anderer Grenzort: Das Figurentheater Schubert. Figurentheater – Kasperle, Augsburger Puppenkiste, Dr. Faustus? Nein, es geht um Figurentheater für Erwachsene.

Während das zeitgenössische (Menschen-) Theater viel zu oft versucht, seine Zuschauer mit dröhnenden Bässen, Videoaufnahmen, Blut, nackten Schauspieler, schrägen Bühnen, Feuer, Nebelschwaden und überschwemmten Bühnen zu beeindrucken, setzt das Figurentheater auf das Gegenteil: Reizarmut statt Reizüberflutung. Der im Menschentheater oft genug sensorisch völlig überforderte Zuschauer erhält hier die Interpretationssouveränität zurück. Das Stück findet hauptsächlich in seinem Kopf statt. Er selbst muss hinzufügen, was auf der Bühne fehlt. Dieses Erlebnis kann dermaßen tief gehend sein, dass man sich nicht wundern würde, die Spielfiguren nach der Aufführung im Theatercafe an der Bar sitzend zu sehen. Durch die projektive Arbeit des Zuschauers gewinnen die Stücke eine unglaubliche Intensität.

Ein Stück des Wiener Schuberttheaters zeigt das so eindringlich, das der Wienbesucher es unbedingt ansehen sollte: ‚F. Zawrel – Erbbiologisch und sozial minderwertig‘. Es geht um das reale Leben von Friedrich Zawrel. Er fiel als Kind in die Wiener Euthanasieanstalt ‚Am Spiegelgrund‘ in die Hände des Arztes Dr. Gross, der ihn mit ‚medizinischen Versuchen‘ quälte. Zawrel überlebte und begegnete dem in der Nachkriegszeit zu hohen Ehren gelangten Arzt erneut in einem gerichtsmedizinischen Begutachtungsverfahren. Der Arzt beurteilt ihn – wie schon in der Nazi-Zeit – als ‚erbbiologisch und sozial minderwertig‘. Zawrel muss daraufhin für viele Jahre ins Gefängnis, erst 1981 kommt er wieder auf freien Fuß. Das Stück – in direkter Zusammenarbeit mit Zawrel entstanden – erzählt seine Leidensgeschichte: Umwerfend.
(→ schuberttheater.at)

Der magische Raum

Schloßtheater cesky Krumlov © https://en.wikipedia.org/wiki/User:Alexwardle

Noch so ein verborgenes Kleinod: Das Wiener Theatermuseum. Versteckt unter dem Dach findet sich eine kleine Ausstellung zur Geschichte des Bühnenraums. Die Simultanbühne – als die früheste, aus den Passionsspielen entstandene Form des Bühnenraums – bietet dem Zuschauer alle bespielten Plätze gleichzeitig dar, er wandert mit den Darbietungen von Ort zu Ort. In einem Modell der Donaueschinger Passionsspiele beispielsweise findet das letzte Abendmahl vor dem Dorfwirtshaus statt. Die Grenze zwischen Fiktion und Wirklichkeit wird aufgelöst. Die Handlung spielt für den Zuschauer ganzheitlich, im hier und jetzt.

Erst in der Renaissance und im Barock entstand der geschlossene Bühnenraum der Guckkasten- oder Kulissenbühne mit seiner zum Zuschauer hin offenen ‚vierten Wand‘. Hintereinander geschobene Kulissen vermitteln den Eindruck von räumlicher Tiefe, gespielt wurde gleichwohl überwiegend im vorderen Teil der Bühne. Auch die moderne Drehbühne ist eine Variante der Kulissenbühne. Gegenüber der Simultanbühne wird das Theater nunmehr artifizieller aber zugleich konzentrierter.

Neu sind Versuche, die Bühne zu einem Raum zu machen: Die Raumbühne ermöglicht dem Zuschauer die Sicht von allen Seiten auf das Bühnengeschehen. Er wird (wieder?) stärker einbezogen in das Geschehen, das aber im geschlossenen Theaterraum verbleibt.
In einer zweiten Ausstellung zeigt das Museum unter dem Titel ‚Der magische Raum – Bühne, Bild, Modell‘ Modelle von konkreten Bühnenbildern auf den jeweiligen Bühnenräumen der verschiedenen Epochen.

Und dann gibt es noch eine ganz zarte Zugabe obendrauf: Das Figurentheater von Richard Teschner. Teschner erfand in den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts einen Figurenspiegel, der den Guckkasten ersetzen sollte. Hinter einem Hohlspiegel erzählen von Puppenspielern geführte Stabfiguren wortlos Geschichten, die den intimen Zuschauerkreis – es gehen nur etwa 40 Zuschauer in das Theaterchen – mitnehmen auf eine Traumreise (→ theatermuseum.at)

‚… das Feld hier zu groß…‘

Noch einmal zurück zu Johann Gottfried Seume: Er war vom Wiener Kulturleben offensichtlich ein wenig überfordert. Im ‚Spaziergang nach Syrakus’ schreibt er (1960, S. 42): „Für Kunstsachen und gelehrtes Wesen habe ich…nur selten eine glückliche Stimmung; ich will Dir also, zumal das Feld hier zu groß ist, darüber nichts weiter sagen.“ Dann also: Selbst hinfahren!

Seume-Literaturpreis 2017 für Jan Decker

Der mit 3000 Euro dotierte Johann-Gottfried-Seume-Literaturpreis 2017 geht an Jan Decker für seinen Roman „Der lange Schlummer. Eine Jury, bestehend aus Dr. Thomas Frantzke (Kulturdienstleister aus Leipzig), Lutz Simmler (Vorsitzender Seume-Verein „ARETHUSA“ e. V. Grimma) und Thorsten Bolte (Museum Göschenhaus Grimma), hat ihm im Auftrag des Seume-Vereins „ARETHUSA“ und der Stiftung der Sparkasse Muldental am 25.09.2017 einstimmig den diesjährigen Preis zuerkannt. Damit wird erstmals in der Reihe der Seume-Literaturpreisträger ein Text ausgezeichnet, der den Spaziergänger Johann Gottfried Seume als Protagonisten besitzt:

Statt sich im Jahre 1802 zu befinden, erwacht Seume in Gräfenroda (Thüringer Wald) an einer Autobahnraststätte – man schreibt mittlerweile das Jahr 2017! Nach einer kurzen Verwunderung, bricht Seume zu seinem letzten Wegabschnitt nach Grimma auf, zu Fuß versteht sich. Auf dem Weg dorthin begegnen ihm allerlei neue Dinge und Situationen, die er versucht, zu verstehen und einzuordnen. Ironisch kommentiert Seume so die Gegenwart, vergleicht sie mit seiner Vergangenheit und zieht Schlüsse, die auch den Leser nachdenklich machen.

Roman „Der lange Schlummer von Jan Decker

Der Roman „Der lange Schlummer“ spiegelt intensiv das kritische Denken Seumes wider und steht ganz in der Tradition jener Aufklärung, für die der historische Seume steht. Erschienen ist der Text in Buchform 2017 in der Edition 21 in Thun / Schweiz.

Seume-Literaturpreisträger 2017, Jan Decker

Jan Decker wurde 1977 in Kassel geboren.  Er studierte in Hannover und Greifswald, schließlich am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Es folgten Lehraufträge in Karlsruhe und Osnabrück, u. a. zu Hörspiel, Radiofeature und Kreatives Schreiben, 2014 erschien sein „Praxisleitfaden Hörspielwerkstatt“. Jan Decker lebt und arbeitet heute in Osnabrück.

Um den Seume-Literaturpreis 2017 hatten sich 82 deutschsprachige Autorinnen und Autoren. Insgesamt wurden knapp 10.000 Seiten Texte eingereicht. Dabei kamen 60 Autorinnen und Autoren aus Deutschland (davon 24 aus Sachsen), 11 aus der Schweiz, 9 aus Österreich und je 1 Autor aus Finnland und Schweden. 11 Textbeiträge kamen in die engere Auswahl um den Seume-Literaturpreis.

Der Seume-Verein „ARETHUSA“ e. V. und die Stiftung der Sparkasse Muldental werden am 2. Dezember 2017 in einer feierlichen Preisverleihung dem Autor das Preisgeld von 3.000 € überreichen. Diese Veranstaltung, zu der jeder herzlich eingeladen ist, findet in der Aula des Hauses Seume an der Colditzer Straße 34 statt.

Die bisherigen Seume-Literaturpreisträger waren:

2001 Götz-Ulrich Coblenz
Mein Spaziergang von Arkona nach Pisa. Ein Tagebuch

2003 Wolfgang Büscher
Berlin – Moskau. Eine Reise zu Fuß

2005 Andreas Altmann
34 Tage und 33 Nächte – von Paris nach Berlin zu Fuß und ohne Geld

2007 Andreas Reimann
… und Rotwein rauscht an meiner Seele Süden. Italien-Sonette

2009 Helga M. Novak
Wo ich jetzt bin (Gesammelte Gedichte)

2011 Peter Winterhoff-Spurk
Unternehmen Babylon. Wie die Globalisierung die Seele gefährdet

2013 Constanze John
Gelber Staub. Eine Reise nach Armenien

2015 Susanne Schädlich
Westwärts, so weit es nur geht. Eine Landsuche

Neuer Vorstand der Seume-Gesellschaft

William Hogarth

Am 18. Juni 2017 haben die Mitglieder der Johann-Gottfried-Seume-Gesellschaft zu Leipzig bei der Jahresmitglieder- und Wahlversammlung einen neuen Vorstand gewählt. Die Gesellschaft wurde im Jahr 1999 gegründet. Sie beschäftigt sich mit der Pflege und Verbreitung des Andenkens an den Dichter Johann Gottfried Seume (1763-1810), der Erforschung seines literarischen Werkes und dessen Wirkung. Ferner zählen die Kultur- und Verlagsgeschichte zu Lebzeiten des Namensgebers zu ihren Themen.

Vorsitzender der Gesellschaft bleibt weiterhin der Leipziger Germanist und Historiker Dr. Otto Werner Förster, zu stellvertretenden Vorsitzenden wurden Georg Meyer-Thurow (Borgholzhausen) und Prof. Dr. Peter Winterhoff-Spurk (Saarbrücken/Leipzig) gewählt. Neue Schatzmeisterin wurde Christel Meyer-Thurow (Borgholzhausen). Ausblickend wurde die Intensivierung der Zusammenarbeit mit dem in Grimma ansässigen Internationalen Johann-Gottfried-Seume Verein e.V. beschlossen. Kontakt: (→ seume-gesellschaft.de)

Page 1 of 5